Bergwanderer auf der Hohen Muth , im Hintergrund Bergmassiv | © Thomas Tamke
© Thomas Tamke

Thomas Tamke – engagiert, kletterverrückt, inklusiv unterwegs.

Ob im UP oder im Vorstand: Thomas lebt Klettern.

Besonders am Herzen liegt ihm die inklusive Klettergruppe der Sektion. Seine Begeisterung steckt an – und seine Erfahrung reicht von Jugendfahrten bis zu den Special Olympics.

 

 

Ich bin seit ca. 2015 Mitglied in der Sektion Oldenburg, die Auslöser waren eigentlich zwei, einmal die Eröffnung des UP Kletterzentrums, zum anderen aber vor allem, nach langen Jahren des „Pausierens“ wieder mehr in den Bergen zum „Kraxeln“ unterwegs zu sein.

Nachdem es mit dem UP die Möglichkeit zum Klettern in Oldenburg gab, habe ich ziemlich direkt die Ausbildung zum Kletterbetreuer angestrebt, da ich Dinge, die mir selbst gut gefallen gerne weitergebe. Kurse zu geben macht mir viel Spaß und besonders das Thema Inklusion liegt mir am Herzen. Wir haben inzwischen eine tolle kleine inklusive Klettergruppe im UP, die ich zusammen mit anderen Ehrenamtlichen betreue. In diesem Sinne bedeutet für mich die Mitgliedschaft in der Sektion auch, mich aktiv an der Weiterentwicklung der Sektion besonders im Bereich Klettern zu beteiligen. Insofern ist es nur folgerichtig, dass ich auch - erfolgreich - für einen Posten im Vorstand kandidiert habe, und dort nun in erster Linie für das Klettern zuständig bin.

Oha, da gibt es einige. Zum Beispiel denke ich sehr gerne an die erste Kletterausfahrt mit der Jugendgruppe in die Rhön zurück oder unsere Alpintouren ins Ötztal. Bleibende Erinnerungen gibt es auch an die Kletterbetreuerausbildung und später dann an die „Trainer C Inklusion“ – Ausbildung sowie die Fahrt zu einer Special Olympics Veranstaltung mit zwei Mitgliedern unserer Inklusionsgruppe. Und ein Riesenhighlight war natürlich, als wir es hinbekommen haben, den Kletterturm beim UP zu bauen und später dann das Wagnis auf unsere gemeinsamen Schultern zu laden, die Kletterhalle zu übernehmen. Aber allen diesen Erinnerungen ist gemeinsam, dass sie durch das gemeinsame Erleben mit anderen Menschen geprägt sind.

Ach, was soll ich sagen. Ich habe das schon immer gern gemacht. Und – ich bin ja nun seit einigen Jahren Rentner – ich könnte gar nicht nichts machen :).

Es ist zwar nicht immer einfach, weil man sich im Verein leider allzu oft auch mit bürokratischen Strukturen befassen muss, aber grundsätzlich ist es einfach toll, die Dinge mit Menschen anzugehen, die gemeinsame Ziele und Werte teilen – und da bietet der DAV ja einiges. Sehr schön finde ich dabei, dass wir z. B. im Bereich klettern sehr generationsübergreifend zusammenfinden.

Abgesehen von „siehe unter 3.“? Und abgesehen davon, dass ich natürlich tolle Natur- und Bergmomente mit meiner Familie erlebt habe? Da gibt es schon so einige, das jüngste war unser gemeinsames Abschiedsessen am Ende der Alpinwoche 2025. Oder kurz davor im Juni, wo beim Outdoorkletterkurs in der Rhön die „Chemie“ wieder wunderbar stimmte und zudem meine 5jährige Enkeltochter ihre erste Felsroute souverän geklettert ist (da ist der Opa natürlich stolz wie Oskar). Ein besonderes, beeindruckendes Erlebnis war für mich auch, vor ein paar Jahren mit Matthias Auer auf Hochtour unterwegs zu sein, der zusammen mit seinem leider tödlich verunglückten Bruder Hans-Jörg und Simon Anthamatten für den „Piolet d’or“ anlässlich der Erstbesteigung des Kunyang Chhish nominiert war. Aber am meisten Spaß macht es mit Freund*innen und liebgewonnenen Menschen unterwegs zu sein – und wenn es der gemeinsame Weg in die Berge ist, umso besser! Allerdings, manchmal bin ich tatsächlich auch gern ganz allein in der Natur unterwegs, … also manchmal, der Stille wegen.

Ich wünsche mir für die Sektion, dass wir das Abenteuer Kletterzentrum in Hundsmühlen „wuppen“ und dass sich die Vorstandsarbeit auf mehr und gern auch etwas jüngere Schultern verteilt. Und natürlich würde mich freuen, wenn die Mitgliederentwicklung sich fortsetzt wie in den letzten Jahren.