Wanderbild aus der Wildeshauser Geest | © Elena Selders

Wildeshauser Geest

🥾 Wanderung durch die Wildeshauser Geest

Regen, Biberspuren und ein besonderer Hüttenabend

Am Samstag, den 14. März 2026, startete unsere Wandergruppe früh am Morgen um 8:29 Uhr am Oldenburger Hauptbahnhof in Richtung Sandkrug. Schon bei der Ankunft war klar: Dieser Tag würde uns wettertechnisch fordern. Ein feiner Nieselregen setzte ein – und sollte uns über weite Strecken begleiten. Doch davon ließ sich die Gruppe nicht aufhalten.

🌧️ Entlang der Hunte – Natur hautnah

Die erste Etappe führte über rund 21 Kilometer entlang der Hunte bis zur Poggenpohlhütte im Poggenpohlsmoor. Trotz des Regens zeigte sich die Landschaft von ihrer eindrucksvollen Seite.

Besonders spannend: Immer wieder entdeckten wir deutliche Biberspuren – angenagte Baumstämme, gefällte Jungbäume und kleine Veränderungen im Landschaftsbild, die die Anwesenheit dieser faszinierenden Tiere sichtbar machten.

Ein weiteres Highlight war das Großsteingrab „Steenberg“, das – leicht versteckt in einer Baumgruppe südwestlich von Kirchhatten – fast mystisch inmitten weiter Felder liegt.

🔥 Ankommen, aufwärmen, zusammenkommen

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir schließlich die Poggenpohlhütte – erschöpft, durchnässt, aber gut gelaunt.

Als Erstes wurde der Kamin angeheizt. Nach und nach versammelten sich alle davor, um sich aufzuwärmen und die nasse Kleidung zu trocknen. Schnell entstand eine gemütliche, fast schon heimelige Atmosphäre.

Auch das Abendessen wurde gemeinsam vorbereitet:
Jonas hatte die Lebensmittel organisiert, während Jonas, Frank und Sabrina das Gemüse schnibbelten. Edda – als Diätassistentin – übernahm die Zubereitung.

Und wie es manchmal so ist: Als das Salz fehlte, wurde kurzerhand improvisiert. Eddas Salznüsse wanderten in den Topf – und verliehen dem Gericht eine ganz eigene Note.

🎲 Ein Abend, der verbindet

Nach dem Essen klang der Abend in geselliger Runde aus. Es wurde gespielt, gelacht und erzählt – genau die Momente, die eine solche Tour besonders machen.

Gegen 22 Uhr kehrte Ruhe ein, und alle krochen zufrieden in ihre Schlafsäcke.

 

🌫️ Nebel, Sonne und weiter Richtung Wildeshausen

Am Sonntagmorgen startete der Tag mit Müsli und der Vorbereitung der Wegverpflegung. Gemeinsam wurde die Hütte aufgeräumt – bis sie wieder besenrein war.

Dann ging es weiter durch das urige Poggenpohlsmoor, zunächst noch im Nebel. Doch im Laufe des Tages klarte es auf – und schließlich zeigte sich zur Freude aller sogar die Sonne.

Unterwegs führte die Route vorbei an weiteren Großsteingräbern, darunter die „Glaner Braut“, sowie entlang der Hunte, wo der Biber erneut seine Spuren hinterlassen hatte – teils mit beeindruckend dicken, gefällten Bäumen.

Ein kurzer Abschnitt entlang der A1 brachte zwar etwas Lärm, doch schon bald wurde es wieder ruhiger auf dem „Altonaer Rundweg“.

 

☕ Ein verdienter Abschluss

Nach weiteren 15,7 Kilometern erreichte die Gruppe das „Alte Amtshaus“ in Wildeshausen. Dort belohnte sich der Großteil der Teilnehmenden mit Kaffee und Kuchen.

In einer abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich:
Die Tour war trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Wetterbedingungen ein besonderes Erlebnis.

Ein großer Dank gilt Wanderführer Jonas Klug, der die Gruppe mit viel Ruhe, Übersicht und Zuversicht durch beide Tage geführt hat.

💚 Gemeinschaft, die trägt

Ob Regen, improvisiertes Kochen oder gemeinsames Anpacken – diese Tour hat einmal mehr gezeigt, was den DAV ausmacht:

Gemeinschaft, Naturerlebnis und die Freude daran, gemeinsam unterwegs zu sein.

 
✍️ Bericht: Elena Selders