Patrik Schönfeld, im Hintergrund ein Bachlauf | © Patrik Schönfeld
© Patrik Schönfeld

Patrik Schönfeld – wenn Verantwortung mehr ist als ein Wort

Gewitter ziehen schneller auf, als man denkt.

Deshalb ist Patrik an diesem Morgen noch vor dem Frühstück aufgebrochen. Dunkle Wolken waren angekündigt – also lieber früh los, bevor es kritisch wird. Was er nicht ahnte: Auf der nächsten Hütte würde dieser Tag anders verlaufen als geplant.

Seit 2019 ist Patrik Mitglied im DAV. Aufgewachsen mit Alpensommern, später mit Kindertrage von Bahnhalt zu Bahnhalt unterwegs, verbindet er Naturerlebnis ganz selbstverständlich mit Gemeinschaft. Für ihn gehört beides zusammen: draußen sein – und Verantwortung übernehmen.

Heute engagiert er sich als Vorstand für Klimaschutz in unserer Sektion. Er erstellt die CO₂-Bilanz, begleitet Entscheidungen zur Hallensanierung und bringt nachhaltige Perspektiven ein – leise, sachlich und auf Augenhöhe.

Doch was an diesem Gewittertag noch passierte, warum er plötzlich Teil einer ganz anderen Geschichte wurde –
und weshalb für ihn Sport und Naturschutz untrennbar zusammengehören …

Das erzählt er im vollständigen Interview.

Mitglied im DAV bin ich seit Anfang 2019. Ich bin seit meiner Kindheit jedes Jahr in den Alpen, meine Eltern hatten viele Tagestouren mit mir gemacht. Mit eigenen Kindern dachte ich mir, dass Hüttenübernachtungen doch eine tolle 
Option wären. Und wenn ich die Infrastruktur nutze, wollte ich auch Mitglied sein.

Die Sektion hat von Beginn an einen „Vorstand Klimaschutz“ statt eines Klimaschutzkoordinators geschaffen, um gemeinsam auf Augenhöhe Entscheidungen treffen zu können. Eigentlich läuft vieles von Fahrgemeinschaften und ÖPNV-Nutzung bis hin zum Thema Hallensanierung auch ohne mein Zutun sehr gut.

Ich erstelle die Bilanz und werde um Rat gefragt. Das motiviert mich und gibt mir Gelegenheit, parallel Angebote für Familien zu entwickeln.

 

Als Neumitglied habe ich mit Kindertrage an einigen Streckentouren von Bahnhalt zu Bahnhalt teilgenommen.

Auch dass so ebenfalls die Anreise ganz natürlich auch gemeinschaftlich erfolgte, hat viel für das Zusammengehörigkeitsgefühl getan.

 

Wir haben gemeinsame Interessen, ein gemeinsames Ziel und legen viel Wert auf das Miteinander. 

 

Auf Oldenburg möchte ich das gar nicht beschränken: Mit gefällt die Idee, dass aus Freude an Bewegung in der Natur sowohl Sport als auch Naturschutz zentrale Themen sind.

 

Ich bin einmal vor dem Frühstück aufgebrochen, weil am Nachmittag ein erhöhtes Gewitterrisiko bestand. Sicher auf der nächsten Hütte anzukommen hat mich die Hüttenwirtin dort dann eingespannt, eine Wandergruppe zu erreichen, die weiter oben noch in Richtung Gipfel unterwegs war. Am Abend saßen wir alle gemeinsam am Fenster und haben das Spektakel draußen genießen können.

 

Ich hoffe, dass die Sanierung unserer Kletterhalle bald in die Umsetzung gehen kann. Bei aller Motivation ist die Finanzierung aktuell noch nicht abschließend geklärt.